Hausnotruf Pflegekasse: Zuschuss & Kosten in Düsseldorf

Redaktion Pflege-Vermittlung Düsseldorf · Stand: Oktober 2026

Hausnotruf Pflegekasse: Zuschuss & Kosten in Düsseldorf

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Hausnotruf gibt pflegebedürftigen Menschen in den eigenen vier Wänden rund um die Uhr Sicherheit und entlastet Angehörige.
  • Liegt ein anerkannter Pflegegrad vor, übernimmt die Pflegekasse unter bestimmten Voraussetzungen einen monatlichen Zuschuss von 25,50 Euro für das Basis-Notrufsystem.
  • Die Beantragung erfolgt direkt bei der zuständigen Pflegekasse.
  • In Düsseldorf unterstützen Sie Beratungsstellen wie die zentren plus sowie unser Vermittlungsservice bei Fragen rund um die Organisation.

Was ist ein Hausnotruf und warum ist er im Pflegealltag so wichtig?

Viele Senioren in Düsseldorf möchten so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben. Doch mit dem Alter wächst die Sorge vor Notfällen wie Stürzen. Ein Hausnotrufsystem bietet hier Sicherheit: Es besteht aus einer Basisstation mit Freisprechanlage und einem wasserdichten Funksender, der als Armband oder Kette getragen wird.

Bei einem Notfall genügt ein Knopfdruck, um eine 24-Stunden-Zentrale zu alarmieren. Die Mitarbeiter dort haben sofort Zugriff auf hinterlegte Daten wie Adresse, Vorerkrankungen und Kontaktpersonen. Für Angehörige bedeutet dies eine enorme mentale Entlastung, da im Ernstfall sofort professionelle Hilfe organisiert wird. In Kombination mit einem ambulanten Pflegedienst bildet der Hausnotruf ein starkes Sicherheitsnetz für die häusliche Pflege.

Welche Kosten übernimmt die Pflegekasse für den Hausnotruf?

Der Hausnotruf ist als technisches Pflegehilfsmittel anerkannt. Die Pflegekasse übernimmt bei Vorliegen der Voraussetzungen einen monatlichen Zuschuss von 25,50 Euro (Stand 2025). Zudem wird meist eine einmalige Pauschale für die Installation gezahlt. Viele Anbieter rechnen diese Beträge direkt mit der Kasse ab.

Dieser Zuschuss deckt in der Regel den Basistarif (Gerätetchnik und Notrufzentrale) vollständig ab. Wichtig: Diese Leistung ist zusätzlich und wird nicht vom Pflegegeld oder den Pflegesachleistungen abgezogen. Auch der Entlastungsbetrag von 125 Euro (in NRW oft 131 Euro inkl. Dynamisierung) bleibt unangetastet.

Welche Voraussetzungen müssen für den Hausnotruf-Zuschuss erfüllt sein?

Die Pflegekasse prüft drei zentrale Kriterien für eine Kostenübernahme:

1. Ein anerkannter Pflegegrad liegt vor

Es muss mindestens Pflegegrad 1 vorhanden sein. Die Einstufung erfolgt durch den Medizinischen Dienst (MD) Nordrhein. Der Anspruch auf den Zuschuss besteht bereits ab dem niedrigsten Grad.

2. Die Person lebt ganz oder streckenweise allein

Das System soll Situationen absichern, in denen niemand vor Ort Hilfe rufen kann. Dies gilt auch, wenn Mitbewohner aufgrund eigener Einschränkungen im Notfall nicht in der Lage wären, das Telefon zu bedienen.

3. Eine Notsituation ist jederzeit zu erwarten

Aufgrund von Vorerkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Probleme, Sturzrisiko) muss die Gefahr bestehen, dass ein normales Telefon im Ernstfall nicht mehr erreicht werden kann.

Wie beantragen Sie den Zuschuss für den Hausnotruf richtig?

  1. Voraussetzungen prüfen: Pflegegrad und Alleinleben sicherstellen.
  2. Anbieter wählen: Zertifizierte Dienste (DRK, Johanniter, Malteser etc.) mit Kassenzulassung vergleichen.
  3. Antrag ausfüllen: Das Formular "Antrag auf Kostenübernahme für ein Pflegehilfsmittel" nutzen. Anbieter helfen oft bei der Formulierung.
  4. Einreichen: Der Anbieter übernimmt meist die bürokratische Abwicklung.
  5. Installation: Nach Genehmigung installiert ein Techniker das Gerät und führt einen Testlauf durch.

Welche weiteren Kosten können rund um ein Hausnotrufsystem entstehen?

Der Basis-Zuschuss deckt nur die Grundversorgung. Für Zusatzleistungen fallen Eigenanteile an:

ZusatzleistungBeschreibungMögliche Mehrkosten pro Monat
HintergrunddienstSchlüsselhinterlegung beim Anbieter für schnellen Zugang.ca. 15 bis 30 Euro
Mobiler Notruf (GPS)Schutz auch außerhalb der Wohnung via Mobilfunk.ca. 10 bis 25 Euro
SturzsensorAutomatische Alarmauslösung bei schweren Stürzen.ca. 5 bis 15 Euro
TagestasteTägliche Bestätigung ("Mir geht es gut") am Gerät.ca. 5 bis 10 Euro

Zusatzkosten für den Hintergrunddienst können unter Umständen über den Entlastungsbetrag verrechnet werden. Bei nötigen Umbauten für die Technik greift eventuell der Zuschuss für Wohnraumanpassungen (bis zu 4.000 Euro).

Wo bekommen Sie Hilfe in Düsseldorf?

In Düsseldorf bieten die Pflegeberatung der Stadt, die Pflegestützpunkte und die „zentren plus“ kostenlose Unterstützung bei Anträgen an.

Wir von der Pflege-Vermittlung Düsseldorf unterstützen Sie ebenfalls kostenfrei. Wenn ein Hausnotruf allein nicht ausreicht, vermitteln wir Ihnen passende Partner-Pflegedienste, die auch als Hintergrunddienst fungieren können. So kommt im Notfall eine vertraute Kraft aus Ihrer Nachbarschaft zu Ihnen. Wir beraten Sie umfassend zu allen Budgets wie Pflegegeld oder dem neuen gemeinsamen Jahresbetrag (3.539 Euro ab Mitte 2025).

Das könnte Sie auch interessieren